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AHK Uruguay

Auf der Grundlage der Kammerstruktur entwickeln die deutschen Mercosur-Auslandshandels kammern ihre Arbeit in den Bereichen Aussenwirtschaft und Technologie, Messen, Recht und Steuern, Berufsbildung, Mitgliedschaft und soziale Verantwortung. Die genannten Bereiche werden von den entsprechenden Abteilungen bearbeitet sowie von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit durch Publikationen unterstützt und den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt.

Die drei Schwerpunkte der bilateralen Kammeraktivitäten sind

  • die Mitgliederbetreuung;
  • die Erbingung von Dienstleistungen für Unternehmen sowie
  • die Förderung der Aussenwirtschaftsbeziehungen im öffentlichen Interesse.

 

Die AHKs sind anteilig gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

www.ahkuruguay.com

Landesinformationen

1. Geographische Daten
Auf einer Fläche von knapp 180.000 qkm erstreckt sich das Staatsgebiet der "República Oriental del Uruguay" - der "Republik östlich des Flusses Uruguay" - an der Atlantikküste Südamerikas, eingebettet zwischen Brasilien im Norden, Argentinien im Westen und dem Rio de la Plata, der im Süden des Landes in den Atlantik mündet. Das als subtropisch bezeichnete Klima führt in den Sommermonaten Dezember bis Februar zu Temperaturmittelwerten von 12-25 C bei hoher Luftfeuchtigkeit, in den Wintermonaten Juni bis August zu Temperaturen zwischen 7 und 11 C. Die Landschaft Uruguays ist hügeliger, überwiegend jedoch flacher Natur.

2. Geschichte
Aufgrund der strategisch wichtigen Lage am Mündungsbecken des Rio de la Plata trafen auf dem Boden des heutigen Uruguay lange Zeit die Interessen der Spanier und Portugiesen, aber auch der Engländer aufeinander. So wurde das Gebiet als "Banda Oriental" zunächst spanische, später jedoch portugiesische Kolonie. Die Besatzer konnten erst 1830 vertrieben werden, sodass Uruguay seine Unabhängigkeit erst im Juli 1830 erlangte.

In den darauffolgenden Jahrzehnten waren es vor allem spanische und italienische Einwanderer, die das Land bevölkerten und deren Nachfahren noch heute den Großteil der Bevölkerung ausmachen. Allerdings starb in dieser Zeit auch die indigene Bevölkerung Uruguays aus. Bis 1930 gehörte das südamerikanische Land zu den klassischen Einwanderungsländern, das überwiegend Immigranten aus europäischen Ländern anzog.

Heute blickt Uruguay auf eine Geschichte zurück, die sowohl von den unterschiedlichen Interessen der Großgrundbesitzer und der Stadtbevölkerung, von dem wechselnden Einfluss des Militärs, aber auch von sich immer wieder durchsetzenden demokratischen Strömungen geprägt ist.

3. Bevölkerung
Uruguay zählt heute circa 3,4 Mio. Einwohner überwiegend europäischer Abstammung, von denen 90 % die städtischen Ballungszentren bevölkern. Wiederum die Hälfte der urbanen Bevölkerung lebt in der am Rio de la Plata gelegenen Hauptstadt Montevideo. Die insgesamt gut ausgebaute Infrastruktur des Landes orientiert sich daher an der Hauptstadt. Durch ein in regionaler Relation gesehenes gutes Bildungswesen, das eine neunjährige Schulpflicht vorsieht, besteht in Uruguay ein hohes Bildungsniveau, das sich in einer Alpha-betisierungsrate von 97 % niederschlägt. Spanisch ist die offizielle Landessprache.

4. Politische Situation
Uruguay ist heute eine präsidiale Republik, mit einer vergleichsweise stark ausgeprägten demokratischen Vergangenheit. Dennoch regierte auch in Uruguay von 1973 an ein Militärregime, dass erst 1985 wieder abgelöst werden konnte.

Nach 1985 waren es vor allem die beiden Traditionsparteien Partido Colorado und der konservativ-liberale Partido Nacional, die die politische Bühne des Landes beherrschten. In den letzten Jahren gewannen jedoch das Linksbündnis Frente Amplio/Encuentro Progesista (EP) und die kleine sozialdemokratische Partei Nuevo Espacio (NE) soweit an Einfluss, dass bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 1999 der Kandidat des EP-Bündnisses in einer Stichwahl dem Kandidaten des Partido Colorado mit 44, 07 % nur knapp unterlag. Die Wahlen am Ende des Jahres 2004 hat die Partei EP-FA-NM (Frente Amplio) mit großer Mehrheit gewonnen.

Seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten, Dr. Tabaré Vázquez, am 1. März 2005 ist nun zum ersten Mal in der Geschichte Uruguays eine linksgerichtete Regierung an der Macht. Die Partei Frente Amplio hat zudem im Mai dieses Jahres die Kommunalwahlen in den acht wichtigsten Provinzen für sich entscheiden können.

 

Wirtschaft

 

1. Wirtschaftsstruktur
Als die drei Säulen der uruguayischen Wirtschaft lassen sich die Landwirtschaft, der Bankensektor und die Tourismusbranche bezeichnen, wenngleich sie auch unterschiedlich ins Gewicht fallen. Die Landwirtschaft, überwiegend bestehend aus Viehzucht und Ackerbau, stellt hierbei den Wirtschaftszweig mit der längsten Tradition dar. So beschränken sich auch die industriellen Aktivitäten im Land hauptsächlich auf die Verarbeitung von Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Getreide und die Textil- und Lederindustrie.

Weitere Industriezweige existieren darüber hinaus im Bereich der Chemie- und Automobilindustrie, jedoch nur in Ansätzen. Uruguay ist auch im IT-Bereich gut positioniert und hat aufgrund einer vergleichsweise hohen Technologisierung des Landes und gut ausgebildeter IT-Ingenieure gute Chancen, diese Position mittelfristig weiter auszubauen. Auch im schnell wachsenden Bereich der Biotechnologie kann Uruguay auf gute Ressourcen zurückgreifen und der Business und Technologiy Park in Montevideo bietet einen idealen Standort für die Entwicklung dieses Gebiets.

Insgesamt lässt sich Uruguay jedoch eher als Dienstleistungsgesellschaft bezeichnen, was vor allem auf den leistungsfähigen Bankensektor zurückzuführen ist, dem das Land auch die Bezeichnung als "Schweiz Südamerikas" zu verdanken hat. Doch auch der expandierende Tourismusbereich gewinnt an Einfluss auf die uruguayische Wirtschaft. Momentan ist Uruguay dabei, sich auch als Logistikplattform der Region zu etablieren. Aufgrund der guten Ausgangslage, die u.a. durch die von Unternehmern und Behörden verfolgte Strategie der Markterweiterung und durch die Modernisierung der Infrastruktur (Hafen, Freizonen, Eisenbahn, Flughafen, Straßen, Telekommunikation, rechtliche Grundlagen) ermöglicht wurde, könnte Uruguay in naher Zukunft sein Ziel erreichen.

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